Kostengünstig, exakt und schnell

Donnerstag, 05. Jänner 2017

Digitale Photogrammetrie durch unbemannte Fluggeräte könnte in Zukunft eine wichtige Rolle in der Geomatik spielen.

RISTAG Ingenieure AG ist ein innovatives Unternehmen, das konsequent auf die neueste Technologie setzt. 34 Mitarbeiter an 3 Standorten sind in den Bereichen Ingenieur- und Spezialvermessung, Amtliche Vermessung, Geoinformation sowie Bau und Planung tätig. Dazu zählt auch der Einsatz von Drohnen im Bereich der Photogrammetrie. Das Büro entschied sich jüngst für die gesamte Software-Palette für Vermessung aus dem Hause rmDATA. Nun wartet man schon gespannt auf die neueste Entwicklung von rmDATA für die einfache und exakte Geodatengewinnung aus Punktwolken und digitalen Bildern - erstmals zu sehen auf dem rmDATA Geomatik Event in Zürich.

 

Flächenflügeldrohne versus Multikopter

Für photogrammetrische Aufnahmen sind in der RISTAG Ingenieure AG eine Flächenflügeldrohne sowie ein Multikopter verfügbar. Beide haben ihre spezifischen Einsatzgebiete. Nico Rohr ist Geomatik-Ingenieur und Spezialist im Unternehmen, wenn es um Dienstleistungen im Bereich Photogrammetrie geht. „Der Vorteil der Flächenflügeldrohne ist, dass sie einen vordefinierten Pfad viel schneller abfliegt und wesentlich länger in der Luft bleiben kann.“ Bis zu 45 Minuten kann sie in der Luft bleiben und damit für die Befliegung ganzer Gemeindegebiete herangezogen werden. Bei solchen Projekten werden bis zu 5.000 Bilder verwendet, um das Oberflächenmodell und das Orthofoto zu berechnen. Dabei entstehen Punktwolken mit über 1 Milliarde exakten, texturierten 3D-Punkten. Solche Befliegungen sind wesentlich günstiger als mit herkömmlichen Flugzeugen. Mit einer Bodenauflösung von 3-5 cm sind sie auch genauer als klassische Orthofotos. Der Vorteil liegt damit auf der Hand. Auftraggeber schätzen die Aufnahmen als Basis für anschauliche Visualisierungen und auch als 3D-Projektierungsgrundlage.

Zoom
Zoom

Bilder oben: Visualisierung und Kubaturberechnung von Abbaugebieten mittels Laserscanning © RISTAG Ingenieure AG

Der Multikopter hat seine Existenzberechtigung dort, wo detaillierte Nahaufnahmen nötig sind, obwohl er langsamer in der Luft ist und eine kürzere Betriebsdauer hat. Früher wurden Stromleitungen periodisch mittels Helikoptern mit allen damit verbundenen Gefahren überwacht. Heute werden unbemannte Fluggeräte eingesetzt. Zusätzlich ausgestattet mit einer Wärmebildkamera dokumentieren sie Aufhängungen der Stromleitungen und überwachen gleichzeitig die Qualität der Isolatoren. Ein weiterer Einsatz dieser Sensor-Kombination ist im Bereich der Fassadenvermessung und 3D-Rekonstruktion von Bauwerken gegeben. Die RISTAG Ingenieure AG ist überzeugt: „In der Geomatik wird die digitale Photogrammetrie in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.“

Zoom
Zoom

Bilder oben: Orthofotos als Ergebnis von Drohnen-Befliegungen © RISTAG Ingenieure AG

Günstig und großflächig

Als kostengünstige, exakte und schnelle Erfassungsmethode eignen sich photogrammetrische Aufnahmen mit Drohnen auch sehr gut für regelmäßige Befliegungen von Kiesgruben mit anschließender Kubaturberechnung. Nico Rohr nennt ein plakatives Beispiel: „Während wir früher für die Aufnahme eines Abbaugebietes mit dem Laserscanner fast einen Tag benötigten, ist das mit der Drohne in einer Stunde erledigt. Für Unternehmen mit entsprechend vertieften Kenntnissen in der Photogrammetrie lohnt sich die Investition in die Hardware“.


Top